Gestatten, Melissa Ratsch


Puh... Es ist erheblich schwieriger über die eigene Person zu reden, als man landläufig annimmt.

Gut, das Wichtigste wissen Sie bereits: Ich heiße Melissa Ratsch und bin Autorin.

Geboren, aufgewachsen und immer noch wohnhaft bin ich in Herrenberg. Das ist eine hübsche Stadt nahe Stuttgart in Baden-Württemberg. Das Licht dieser schwäbischen Umgebung habe ich im Oktober 1987 erblickt.

Nach einer glücklichen Kindheit, die ich nach sechs Jahren als Einzelkind mit meiner Schwester verbringen durfte, besuchte ich die örtliche Realschule. Keiner meiner vorigen Deutschlehrer hätte seine/ihre Hand dafür ins Feuer gelegt, dass ich mich einmal für die Schreiberei interessieren könnte.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bis zur 8. Klasse mit Büchern nicht viel anfangen konnte. Doch dann erwachte mein Interesse! Ich verschlang ein Buch nach dem anderen und so dauerte es nicht lange, bis unsere Stadtbibliothek meinen Drang nach immer neuen Werken nicht mehr stillen konnte.

Diese Not gipfelte schließlich in meinem ersten Kurzroman, den ich während meiner Prüfungsferien geschrieben habe. Dennoch kann ich ohne Einbildung sagen, dass ich zu den besten drei Schülern meines Jahrgangs gehört habe.


 

Meine Schreiblust war geweckt. Während meiner Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation (hört sich langweiliger an als es ist), legte ich bereits 2006 den Grundstein für "Soraja - Im Licht des Mondes".

Nachdem das Manuskript einige Jahre in Vergessenheit geraten war, erhielt ich im Winter 2008 unerwartet die Chance, mein Werk bei einem kleinen Verlag in Bremen ins Programm zu bringen.

Sie können sich denken, dass das damals wie Weihnachten, Geburtstag, Ostern und eine doppelte Gehaltserhöhung zugleich für mich war!
Ich werde nie das Gesicht meiner Mutter vergessen, als ich ihr den Vertrag gezeigt habe. "Ist das jetzt dein Ernst? Du hast einen Verlag gefunden?" Ich glaube, in diesem Augenblick hat sie zum ersten Mal erkannt, dass ihre Tochter tatsächlich auf dem besten Weg ist, eine waschechte Schriftstellerin zu werden.

Mittlerweile tummeln sich mehr fertige und vor allem angefangene Romane auf der Festplatte meines Computers, als ich an zwei Händen abzählen kann. Meine Schreibwut geht meinst zu Lasten meines Freunds, der meine Aufmerksamkeit mit meinem Laptop teilen muss.

Ach ja, in einem Musikverein in meiner Nachbarortschaft spiele ich seit meinem zehnten Lebensjahr Querflöte. Mittlerweile bin ich dort auch in der Vorstandschaft tätig - schwieriger, als man denkt...


Woher kriegst du nur immer deine Ideen?


Diese Frage bekomme ich häufig zu hören und ganz ehrlich - das weiß ich selbst nicht so genau. Meist handelt es sich jedoch um einen klassischen Aha-Effekt und von jetzt auf nachher habe ich eine Grundidee im Kopf.
Nach und nach kommen Einzelheiten zu den Charakteren, den Handlungsorten und der Thematik hinzu, bis der komplette Roman in meinem Kopf Gestalt angenommen hat. Dann versuche ich alles auf's Papier oder besser auf den Bildschirm zu bannen und baue neue Einfälle ein, die mir im Laufe der Wochen und Monate kommen.
Ich kann die Gelegenheiten kaum zählen, in denen ich plötzlich aufgesprungen und zu meinem Schreibtisch gerannt bin, um mir eine tolle Idee aufzuschreiben. Manchmal passiert das beim Fernsehen, während ich Musik höre oder - am häufigsten - kurz vor'm Schlafengehen.

So, nun bin ich am Ende meiner kleinen Selbstvorstellung.
Letztendlich kann ich Ihnen nur viel Spaß mit meinen Büchern wünschen. Wie gesagt, sie sind wie meiner Kinder und ich bin willends, noch etliche mehr in die große weite Welt zu schicken.


Viel Vergnügen,

Melissa Ratsch