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 | „Ich wollte immer dazugehören. Durch die Straßen laufen und nicht fürchten zu müssen, dass man mich beschimpft oder mit Abfall bewirft. Doch sobald die Menschen einen Blick in mein Gesicht, in meine zweifarbigen Augen geworfen haben, erkennen sie mich als Mitglied des verfluchten Volkes, als eine Gelak. Sie wissen, dass ich in die Zukunft sehen kann und es macht ihnen Angst. Fast hatte ich mich mit einem Schicksal abgefunden, als eines Tages Lorelei auftauchte – ebenfalls eine Gelak. Hoffnung stieg in mir auf, als sie mir erzählte, sie wäre auf dem Weg in den Norden, in die letzte Stadt unseres Volkes. Der Abschied von meiner Ziehmutter und meinem einzigen Freund schmerzte, doch nur in Bel San hätte ich eine Zukunft. Das wusste ich auch ohne meine Hellsichtigkeit. Die Reise war beschwerlich, doch je weiter wir vordrangen, desto freundlicher wurden die Menschen zu uns. In Bel San schließlich glaubte ich endlich das gefunden zu haben, wonach ich mich mein Leben lang gesehnt hatte: Akzeptiert zu werden, Freunde zu finden, unter Gleichgesinnten zu leben und nicht länger die unerwünschte Aufmerksamkeit anderer auf mich zu ziehen. Ich schöpfte sogar Hoffnung, vielleicht doch eine eigene Familie zu gründen. Aber dann traf ich im Tempel der Göttin Sarismet auf deren Hohe Priesterin Dilayla und sie offenbarte mir, dass ich selbst unter den Gelak etwas Besonderes war. Würde man mich wieder mit Abscheu im Blick betrachten?“ Soraja aus Pelitona |
Veröffentlicht am: | 15. März 2010 |
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